Der Kühlschrank - richtig lagern und reinigen

06.09.2019 08:15

Den geputzten Salat für das Abendessen haben Sie schon mittags vorbereitet und halten ihn frisch, die Reste vom gestrigen Braten lagern kühl und Sie können sie in Scheiben zur Vorspeise reichen und das Dessert wird bis zum Servieren fest - ein Kühlschrank ist ein unverzichtbares Küchengerät. Seit seiner Erfindung hat es die Bevorratung und auch die Speisepläne der Menschen revolutioniert. Während früher alles frisch verzehrt oder eingemacht, beziehungsweise fermentiert wurde, können wir heutzutage das ganze Jahr über frische Lebensmittel aus dem Kühlschrank genießen. Zur Grundausstattung jedes Haushaltes und jedes Gastronomiebetriebs gehört der praktische Schrank einfach dazu. Doch welche Arten von Kühlschränken gibt es und wie funktioniert eigentlich die Kühltechnik? Wie lagern Sie am besten die verschiedenen Lebensmittel und wie reinigen Sie ihn richtig?

Innenansicht eines Kühlschranks
Quelle: Shutterstock/Andrey Armyagov

Welcher Kühlschrank für Haushalt oder Gastronomie?

Im Haushalt benötigen Sie meist weniger Kühllagerfläche als im gastronomischen Bereich. Deswegen kommen hier besonders gerne unterbaufähige und Einbaugeräte zum Einsatz. Haushaltskühlschränke sind oft aus Kunststoff, während die Geräte für Profis aus Chromnickelstahl bestehen, dem Standard für lebensmittelverarbeitende Betriebe. Der Edelstahl ist rostfrei und lässt sich besonders effizient und hygienisch reinigen. Standgeräte gibt es mit oder ohne Gefrierschrank und mit Doppeltüren für extra viel Platz. Ein Kühlschrank mit Gefrierfach ist eine gute Haushaltslösung, wenn Sie keinen Platz für einen Gefrierschrank haben.

Für Wein, Getränke oder Abfälle: Spezialkühlschränke

Spezielle Kühlschränke, wie zum Beispiel für Wein und Spirituosen, schaffen durch eine ausgeklügelte Technik, eine ideale Umgebungstemperatur und -feuchte für die Lagerung dieser Getränke. Glastürkühlschränke für Getränke sind ideal für den Einsatz an Bars, denn jeder sieht auf den ersten Blick wo Bier, Cola und Co stehen. Die Glastürentechnik wird auch in Küchen immer beliebter, da bei jedem Öffnen der Kühlschranktür Kälte entweicht, die nachproduziert werden muss. Wer schon von außen sieht, wo das steht, was er herausholen will, spart enorme Energiekosten. In vielen Betrieben ist außerdem vorgeschrieben: Abfälle müssen gekühlt werden. Der organische Abfall kann in einem Abfallkühler sicher und geruchsfrei bis zur Abholung gelagert werden.

Die Ausstattung: Darauf kommt es beim Kühlschrank kaufen an

Neben dem ausreichenden Platz im Schrank für alle Lebensmittel, die Sie gekühlt lagern müssen, gibt es noch andere Kriterien für den Kauf eines Kühlschrankes. Da Kühlgeräte Tag und Nacht laufen, verbrauchen sie sehr viel Strom. Wenn Ihnen die Umwelt und auch Ihre Stromrechnung wichtig sind, dann achten Sie auf eine hohe Energieeffizienzklasse. Geräte mit No Frost-Technologie ersparen regelmäßiges Abtauen und verhindern Eisbildung. Eine Alarmfunktion an der Kühlschranktür gibt ein Signal ab, wenn die Tür zu lange geöffnet ist oder nicht richtig verschlossen ist. Zur Einstellung der optimalen Temperatur und zur Ablesung für das Kühlprotokoll sind digitale Anzeigen praktisch.

Ein Gastromitarbeiter öffnet ein Kühlschranktür
Quelle: Shutterstock/Syda Productions

Die verschiedenen Kühlzonen & Ordnung im Kühlschrank

Wenn Sie keinen Kühlschrank mit Umluft benutzen, dann herrschen im Gerät unterschiedliche Temperaturen. Im untersten Fach sind ideale Temperaturen und Luftfeuchtigkeit für Salat, Obst und Gemüse. Aber lagern Sie nicht alle Frischwaren im Kühlschrank. Tomaten, Äpfel, Bananen, Avocados und die meisten Südfrüchte fühlen sich dort nicht besonders wohl. Manche Sorten verströmen sogar Hormone, die andere Gemüse- und Obstsorten zum Nachreifen und damit zum schnelleren Verderben anregen. Am besten waschen Sie die Waren direkt, wenn Sie vom Markt kommen und verpacken sie luftdicht in Frischhaltedosen oder GN-Behältern mit Frischhaltefolie oder Deckeln. Im unteren Fach herrschen die niedrigsten Temperaturen und leicht verderbliche Ware, wie Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und Wurst bleiben hier lange frisch. Im mittleren Fach ist es 5 bis 7 Grad warm und für Milch und Milchprodukte, wie Joghurt, Käse und Sahne herrschen hier die idealen Bedingungen. Im obersten Fach ist es wieder etwas wärmer. Gereifter Käse und zubereitete Speisen, Torten und Speisereste sind hier gut aufgehoben. Bei Umluftkühlschränken herrscht überall dieselbe Temperatur, achten Sie hier vor allem darauf, den Kühlschrank nicht zu kalt einzustellen.

Die Temperaturzonen auf einen Blick:

  • Oberstes Fach: Käse, Essensreste, Eingemachtes, Desserts
  • Mittleres Fach: Milchprodukte und Käse
  • Unteres Fach: Fisch, Fleisch, Wurst
  • Gemüsefach: Obst, Gemüse
  • Kühlschranktür: Säfte, Butter, Eier, Senf, Mayonnaise

Die richtige Reinigung der Kühlschränke

Trotz automatischer Abtaufunktionen und Tauwasserverdunstung müssen Sie Ihre Kühlschränke regelmäßig reinigen. Die verderblichen Lebensmittel brauchen eine keimfreie Umgebung, damit sie lange frisch bleiben. Nehmen Sie zur Reinigung alle Einsätze heraus und spülen Sie sie im warmen Wasser mit Spülmittel ab. Die Innenwände und vor allem die Schienen für die Einsätze reinigen Sie am besten mit einem Wasser-Spüli-Essig-Gemisch. Dadurch wird die Oberfläche nicht mit scharfen Reinigungsmitteln angegriffen und der Essig verhindert das Entstehen von Bakterien.

Für frische Ware und perfekte Lebensmittelqualität sind Kühlschränke essenziell. Lagern Sie darin optimal Ihre Frischwaren, vorbereiteten Speisen und Getränke bis zum Servieren. Mit unseren Tipps kann da nichts mehr schiefgehen.


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